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Depression - mein Freund?

Ich habe da so einen guten, loyalen, ehrlichen, treuen Freund kennengelernt.
Es war vor ca. 10 Jahren. 
Derjenige ist wirklich ein guter Freund. Sagt mir, was ich verbessern kann, zeigt mir genau meine Stellen am Körper, die schrecklich hässlich aussehen. Sagt mir immer wieder ich sollte meinen faulen Hintern mal in Bewegung setzen. Und meine güte, er hat jedes mal Recht.
Wenn ich eine 1 schreibe hätte ich ja auch volle Punktzahl haben können.
Und ich meine, meine Aufgaben erledige ich sowieso unzuverlässig - wenigstens er sagt das.
Er ist eben mein bester Freund.
Zeigt mir immer wieder wie mein Leben sein könnte, wenn ich nicht so wäre wie ich bin - egoistisch, immer schlecht drauf, zynisch und dumm. Und oh - wie Recht er hat.
Außerdem mag mich sowieso niemand, genau deshalb. Jeder gaukelt mir etwas vor, weil die Menschheit einfach verlogen ist. Niemandem kann man trauen, denn sie lügen einen jeden Tag in dein Gesicht. Außerdem reden sie sowieso hinter deinem Rücken über dich.
Wenigstens er ist ehrlich, damit ich mir das eingestehen kann.


HALT...

Aber warum sagt mein Verstand mir dann, dass meine Depression lügt?
Dass ich zuverlässig bin. Alles so gut erledige wie es geht. Mit meinen Noten zufrieden sein kann. Und dass mir viele Leute diese vielen lieben Sachen sagen und schreiben, weil sie mich mögen.
Dass ich mir viel zu hohe Ansprüche gebe? Und zufrieden mit meine Körper sein sollte, egal ob dick, dünn, hässlich, krumm oder wunderschön, denn es ist ein Geschenk meiner Einzigartigkeit.

Aber stimmt.. mein loyaler, treuer, ehrlicher bester Freund hat immer Recht, denn er ist ja ehrlich..
Oder nicht?

 

 

 

 

 

29.1.16 21:44

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